Altes Thema. Es ist aber tatsächlich immer wieder witzig, die Samplequellen bzw. Vorlagen bestimmter Songs aufzuspüren und zu vergleichen. Hier zwei Beispiele: Alcazar und Daft Punk. Fangen wir mit Alcazar an, erst die neue Version (Alcazar – Crying At The Discotheque), dann das Original (Sheila B Devotion – Spacer):
Fast schon ein Klassiker in puncto Samplequellen ist Daft Punk mit Harder Better Faster Stronger. Im Internet wird (z.B. auf youtube) massivst die sinnlose Diskussion geführt, ob Daft Punk den Fame für den Song verdienen etc. Ich will mich dazu nicht äußern, das ist Internet-Kinderfasching aus dem Lehrbuch. Hier wieder zuerst die neue Version (von Daft Punk) und das Original (Edwin Birdsong – Cola Bottle Baby):
Hier gibt’s übrigens noch mehr Daft Punk Samplequellen.
Ok, was fällt mir dazu ein? Zunächst einmal dies: Ich finde die neuen Versionen besser. Crying At The Discotheque ist schon an der Grenze zum 90′s-Dancefloor-Klischee, aber hands down, irgendwie rockt das Ding. Die Sheila B Devotion-Sache hingegen ist der Beweis, dass Major-Label Schwachsinns-Produktionen keine Erfindung der 90er sind. Bernard Edwards und Nile Rodgers, die den Song produziert haben, sind wohl zwei der wichtigsten und besten Produzenten der späten Siebziger/frühen Achziger. Noch nie gehört? Chic – Good Times, Freak Out / Diana Ross: Upside Down / Sister Sledge: We Are Family und so weiter. Genau der Sound, der auch auf Spacer zu finden ist, und den vor allem der Bass-Sound von Bernard Edwards ausmacht. Die Produktion ist auf jeden Fall “Top Notch”. Und diese Piano-Chords sind der Wahnsinn. Wenn da halt nicht diese Sängerin Sheila wär.
“Hey Nile, what’s up?” – “Cool man, I got this hot chick with this french accent” – “Wow, Bernard, she’s… well, let’s do a record with her, this shit gonna sell man!” (oder so)
Zu Daft Punk: Harder Better Stronger Faster ist ein Killer-Hit. Das Original ist ein experimentierfreudiger Track, sehr interessant, und wirklich sehr late-70′s. Aber der Hit, der einen wegfegt, kommt von Daft Punk.